Die Schattenseiten…

„Blogger haben es gut, müssen nichts machen und bekommen alles!“
„Keine Arbeit und dennoch viel Erfolg.“
„Mit einem Bild pro Tag das große Geld verdienen.“
„Ist das überhaupt Arbeit?“

Ich könnte die Liste an Sätzen, die ich so in 2 1/2 Jahren Bloggerdasein schon gehört habe noch viel länger schreiben. Auch wenn das unterhaltsam ist, ich muss ja selbst immer wieder drüber lachen, hat das ganze „Bloggen“ auch seine Schattenseiten.

Damit möchte ich mich heute mal beschäftigen, denn es ist nicht immer alles toll, wie ich auch selbst schon erfahren musste.
Aber meiner Meinung nach überwiegen die positiven Sachen.  Ich mag es, mit Firmen und meinen Lesern in engem Kontakt zu stehen und sich auszutauschen. Jeder hat seine eigene Meinung und ich finde es gut, dass man auf meinen Seiten immer rege Diskussionen und Interaktionen findet. Sei es ein Produkt, um das es geht oder sei es ein privaterer Beitrag, wie dieser.
Natürlich mag ich es auch neue und auch für mich unbekannte Produkte kennenzulernen aber das heißt nicht, dass die Produkte immer so überzeugend sind, dass ich sofort in den nächsten Laden gehe um sie nachzukaufen. Manchmal schaue ich meinen Mann auch fragend an und denke mir, wer kommt auf so eine Idee? Oder braucht die Menschheit sowas? Aber das sind wieder lustige Momente, in denen wir dann vor Lachen mit Tränen in den Augen zu Hause sitzen. Ich liebe es ja mit meinem Mann Witze zu machen und darüber dann ewig zu lachen, das passiert sehr oft bei uns… aber ich schweife vom Thema ab.

Ich liebe es auch, Bilder zu machen und diese online zu stellen. Man sieht mich oft am Handy, wie ich Bilder mache. Allerdings landen bei weitem nicht alle auf meinen Plattformen 🙂
Vor allem bin ich aber auch stolz darauf, wie viele tolle Menschen und Blogger ich in der Zeit kennenlernen durfte. Zu einigen habe ich regen Kontakt, zu anderen ab und an und auch das ist okay. Es ist toll zu wissen, dass viele in ganz Deutschland verstreut sind, denn so plant man manche Urlaube oder Sightseeing Trips anders und plant kurze Treffen ein. Es gibt wirklich sooo unglaublich liebe Menschen, die ich im täglichen Umfeld aber auch aktuell „nur“ im „Onlineleben“ nicht missen möchte.


Und so gut wie das alles klingt, man kann sich kaum vorstellen, dass es auch Schattenseiten gibt. Und die gibt es zu genüge. Mir fallen da spontan Wörter wie Neid, Missgunst, Zickereien, schlecht reden und viele mehr ein.

So liebe Blogger wie ich kennengelernt habe, gehören leider zur Seltenheit, denn auch das komplette Gegenteil musste ich bereits kennenlernen. Es wird einem logischerweise nichts geschenkt und so scheint in der Bloggerszene ein mancher Blogger es sehr gut zu verstehen andere auszustechen. Das geht soweit, dass einer den anderen auf seiner Seite schlecht macht, dass Namen genannt werden und so ein „Shitstorm“ entsteht. Teilweise werden sogar Firmen angerufen und die Leute dort schlecht gemacht. Ich finde es immer wieder lustig und auch zutiefst traurig, wie Menschen untereinander umgehen. Dem einen werden hier die Likes nicht gegönnt, die anderen dort die Produkte und Kooperationen nicht. Und warum? Um sich selbst ins rechte Licht zu stellen, um für die Außenwelt den Schein zu bewahren, um viel abzustauben? Ich weiß es nicht und muss immer wieder von solchen Ereignissen lesen und teilweise musste ich sie auch schon selbst erfahren. Einige liebe Menschen haben mich bei Instagram, Facebook oder per Mail angeschrieben um mir zu sagen, dass es Ihnen selbst schon so ergangen ist.

Und was hilft da? Um ehrlich zu sein hätte ich mich im echten Leben sicherlich anders verhalten und mir die Personen zur Seite gezogen. Allerdings finde ich es im Internet nicht angebracht. Nichts geht über ein privates Gespräch unter 4 Augen. Wenn man etwas schreibt, dann kann man viel falsch verstehen und so habe ich die Füße still gehalten, eine Runde gelacht und mich an hohen Klickzahlen und einer mega Reichweite erfreut, jeder kannte ja meinen Namen und klickte so auf meine Profile.  Jedes negative hat auch sein positives 🙂 Dass ich mal den Satz schreibe hätte ich auch nicht gedacht…

Mittlerweile ist das ganze schon einige viele Monate her und ich lese immer noch von anderen Bloggern, dass sie Probleme haben. Nicht mit den gleichen Personen aber dass sie auch angefeindet werden. Einige große Blogger haben interessante Beiträge gepostet. Und hier bin ich wahrlich froh, dass ich nicht zu den gutaussehenden Fashionbloggern gehöre, die finanziell auf Kooperationen angewiesen sind. Man sollte nie vergessen, dass andere vom Bloggen hauptberuflich leben und man anderen mit solchen Aktionen die Existenz kaputt machen kann. Ich renne ja im echten Leben auch nicht zum Chef und heule mich aus, wie doof doch alle sind, nur weil es mal ein Problem oder ein Missverständnis gibt. Sowas sollte IMMER unter Vier Augen geklärt werden.

 Das ist im Internet wahrlich schwerer aber auch hier sollte man mal zuerst vor seiner eigenen Haustür kehren, bevor man sich auf andere schmeißt und sie schlecht macht. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, bin stolz auf meinen Blog „mein Baby“ und finde, dass jeder andere Blogger auch stolz auf sich sein sollte! Man muss sich untereinander nicht messen. Wichtiger sind mir nette Kontakte, ein reger Austausch, vor allen mit meinen Lesern und dass man sich auch mal treffen kann. Und das habe ich und somit kann ich ruhigen Gewissens anderen in die Augen schauen!

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14 Kommentare Gib deinen ab

  1. danyalacarte sagt:

    Ja, so ist es leider immer wieder. Die Bloggerszene ist ein hartes Pflaster. Auch hier ist sich jeder selbst der Nächste. Gemeinschaft? Fehlanzeige. Manchmal echt traurig. Wenn ich an das erste Bloggertreffen zurück denke, das war kein Vernetzen sondern ein Treffen mit Grüppchenbildung. Einschüchternd. Ich dachte immer mir an den „Großen“ ein Beispiel nehmen zu können. Aber nicht einmal das ist der Fall. Aber wenigstens gibt es ein paar kleine Ausnahmen und das ist wundervoll. ♡

    LG Dany
    http://www.danyalacarte.de

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    1. ossilinchen sagt:

      Genau, diese Ausnahmen muss man sehen! Mein erstes Bloggertreffen war gut. Da waren wir aber zu 6 und auf einer Augenhöhe. Das zweite Treffen war das komplette Gegenteil. Wie du schon beschreibst!

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  2. zosa-welt sagt:

    Der Text ist total berührend und total toll geschrieben!🙈

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    1. ossilinchen sagt:

      Ohhh vielen lieben Dank für deine Worte 💋❤💋❤

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  3. Steffi Stichling sagt:

    Dein Artikel hat mich sehr berührt. Es ist immer wieder erschreckend, wie viele Leute alles „besser wissen“, eigentlich aber ohne sich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Ich weiß nicht, ob es Neid ist. Manche müssen halt überall ihren Senf dazu geben. Ich freue mich darauf, noch viele tolle Artikel von dir zu lesen.

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    1. ossilinchen sagt:

      Danke für deine Lieben Worte. Woran es liegt weiß ich nicht. Aber ich wünsche niemanden, dass er diese Erfahrung machen muss. Hab einen schönen Abend 😘

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  4. mausiiitestet sagt:

    Hach, wir lieben es doch alle 😁
    Ich bin mittlerweile auch so, dass es mir fast egal ist und ich mich lieber an den guten Dingen erfreue 😍

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    1. ossilinchen sagt:

      Absolut richtig 👍❤

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  5. Ganz tolle Worte .. und toll wie du das positive an diesen schweren Momenten entdeckt hast 🙂 Ich bin da ja ein wenig naiv als neueinsteiger und hoffe wie in der blogparade beschrieben, dass dieser Kelch an mir vorüber geht 🙂 schwedenlichter Lichtergruß 🙂 https://schwedenlichter.wordpress.com/2017/08/09/blogparade-aus-schweden-worum-es-mir-geht

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    1. ossilinchen sagt:

      Vielen Dank für dein liebes Feedback und frohes Bloggen ❤😘

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      1. Ja vielen Dank .. 🙂 und toll, dass du ein weing bleibst 🙂 Hjärtlig vällkommen i Sveriges Blog 🙂

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