Das Wunder der Freundschaft

Freundschaften, einige entwickeln sich in der Kindheit und bestehen ein Leben lang. Andere Freundschaften entwickeln sich mit der Zeit oder man lernt manche Menschen auch erst im „Erwachsenen Alter“ kennen und daraus entwickeln sich dann Freundschaften. Natürlich hat man auch nicht immer nur eine Freundin oder einen Freund aber meist ist eine Person dabei, die man irgendwie als Beste Freundin oder Besten Freund bezeichnet.
Egal auf welchem Wege diese Verbindung zwischen Menschen entstanden sind, sie sind immer etwas besonderes und verlangt von beiden Seiten einiges. Vertrauen, Ehrlichkeit, Verständnis aber ein immer an sich und der Freundschaft arbeiten.

Nicht alles ist Gold, was glänzt. Diese Erfahrung musste ich vor einigen Jahren machen, als eine langjährige Freundschaft damals auseinander gegangen ist. Fehler macht jeder aber manchmal hat einer auch keine Lust mehr daran zu arbeiten. Mit der Zeit merkt man einfach, mit welchen Menschen man sich umgeben möchte. Auch ich habe einen kleinen dafür aber wundervollen Freundeskreis. Im Schichtdienst ist es sowieso schwer, sich regelmäßig zu sehen oder viele soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Da ist dann manchmal auch einfach Whats App toll und Treffen 1 bis 2x im Monat was ganz besonderes. Einige meiner Freunde arbeiten auch im Schichtdienst und habe absolutes Verständnis dafür, andere arbeiten „normal“, bringen aber natürlich genauso Verständnis mit. Doch all diese Faktoren machen es nicht immer leicht, sich zu sehen. Dennoch finde ich, dass es absolut nicht schlimm ist, wenn man sich nicht täglich sieht. Die emotionale Bindung ist wichtig. Mit einem „Kumpel“ habe ich bald 10 jähriges. Die Zeit rennt… wir arbeiten beide im Schichtdienst, sehen uns sehr selten und freuen uns dennoch immer wieder, wenn wir uns sehen. Wir haben viel erlebt und uns durch unseren Beruf auch viel zu sagen.

Doch was mich in letzter Zeit besonders beschäftigt sind Themen wie “ Was, wenn man nicht einer Meinung ist?“ oder „Ehrlichkeit ja aber kann ich immer alles was ich denke ins Gesicht sagen?“. Ich finde, dass es durchaus legitim in einer Freundschaft ist, sich mal die Meinung des anderen anzuhören, einfach mal nicht auf einer Wellenlänge zu sein und sich dennoch gut zu verstehen. Verlange ich hier zu viel? Ist es schlimm, wenn man nicht jede Meinung zu 100 % teilt, auch wenn man sonst quasi Seelenverwandt ist? Ich finde es ganz und gar nicht schlimm. Man kann nicht immer einer Meinung sein und das ist auch okay so. Menschen sind verschieden und auch dessen sollte man sich bewusst sein! Traurig finde ich es nur, wenn nicht beide Seiten so denken oder man das Gefühl hat, dass eine Seite eventuell anders denken könnte. Ob es bewusst oder unbewusst ist, gewisse Verhaltensmuster verletzten den anderen. Sei es das ignorieren von Nachrichten, das aus dem Weg gehen durch Fragen und Antworten oder einfach, dass man dem anderen das Gefühl gibt, dass etwas nicht stimmt.

Und hier bin ich wieder am Anfang des Beitrages. Freundschaft bedeutet an sich zu arbeiten. An sich selbst aber auch an der Freundschaft selbst. Mit der Zeit wächst man zusammen. Und man lernt auch zusammen und wächst daran. Aus Momenten, Streitereien, Meinungsverschiedenheiten und tollen Erlebnisse. Wichtig ist, dass man sich sicher ist, was man möchte und das dem anderen auch spüren lässt.

 

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. danyalacarte sagt:

    Liebe Sarah, das sehe ich genauso. Freundschaft ist auch eine Beziehung nur eben auf anderer Ebene. Aber auch hier gehört es dazu, an sich zu arbeiten und besonders wichtig ist auch hier Kommunikation. Natürlich kann man oft am Verhalten des anderern erkennen wenn etwas nicht stimmt, aber besser ist es dennoch zu sagen wenn etwas ist. Ich selbst bin ein Mensch, der sich manchmal gern erstmal zurück zieht und reflektiert. Ich denke dann erstmal nach was schief gelaufen ist und was ich an mir ändern kann bevor ich mit dem anderen spreche. Denn ich habe gelernt, im Eifer des Gefechts kommt meistens nichts Gutes raus. Also überdenke ich erst und spreche mich dann aus.

    Liebe Grüße und einen tollen Wochenstart ❤

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    1. ossilinchen sagt:

      Ja im Eifer des Gefechts kann wirklich viel raus rutschen. Aber gänzlich sich zurück ziehen kann auf den anderen eben auch so wirken, als wäre das Interesse weg. Es ist schwierig da einen guten Mittelweg zu finden!

      Dir auch einen guten Wochenstart 💛❤

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  2. Nevin Mosdzien sagt:

    Genauso sehe ich es auch aber viele andere nicht.Aus diesem Grund zerbrach eine 18 jährige Freundschaft.Aber wenn ich nach so langer Zeit immer noch kein Anrecht auf Pünktlichkeit, Respekt und Ehrlichkeit habe dann war es wohl nur eine einseitige.lg

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    1. ossilinchen sagt:

      Oha, das ist natürlich krass. Ich bin da aber voll auf deiner Seite und finde es traurig, dass manche Menschen so wertvolle Freundschaften nicht schätzen und pflegen. Lg

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  3. Pet Sasin sagt:

    Ich sehe das etwas anders aber ich bin auch kein Maßstab für Freundschaft und Beziehung. Wurde ich doch vor vielen vielen Jahren, bedingt durch meinen Schichtdienst zum Einzelkämpfer. Ihr werdet wohl, beim Lesen meiner Erklärung Schnappatmung bekommen aber genau das bin ich, das hat mein Leben aus mir gemacht.
    Vor ca. 10 Jahren begann ich im Schichtdienst zu arbeiten, was bedeutet, dass Partys, gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und Bikerkumpel nicht mehr möglich waren. Freunde gingen an den Wochenenden feiern und ich arbeiten. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Möglichkeit meinen Verdienst selber zu bestimmen und mir wurde all das wichtig, was ich viele Jahre nicht hatte. Ein kleines bisschen Luxus. Bei Aldi & Co. nicht überlegen zu müssen, kann ich mir den Lachs erlauben oder nicht? Kaufe ich diesen Käse oder lieber den billigen, der mit 30% ausgezeichnet ist. Kaufe ich mir den Mascara von YSL oder den von Rival de Loop. Ihr seht, ich rede hier nicht von einer Villa in der Dom Rep, sondern vom ganz normalen bürgerlichen Leben aber eben nicht mehr auf Sonderangebote angewiesen zu sein. Ich verdiente also so viel, dass ich viel sparen und meinem Sohn, der selber berufstätig ist, ein bisschen von dem kleinen Luxus bieten zu können. Zu Weihnachten und Geburtstag das zu schenken, woran der Beschenkte Spaß hatte und nicht etwas Günstiges kaufen zu müssen. Ich lebte nur noch für meine Arbeit und wurde immer stolzer auf mich, weil die Karriereleiter meine war. Meine Freunde und Kumpel blieben dabei auf der Strecke, was mir bis heute nicht wirklich schwerfällt, weil ich jetzt für mich lebe. Ohne Kompromisse, ohne Einschränkungen, ohne Verpflichtungen und ohne zurückstecken zu müssen um den anderen nicht zu verletzten. Aus dieser Zeit blieben mir genau 2 Freunde, das sind mein Ex und seine bezaubernde Freundin. Mein Ex kennt mich ja durch und durch und akzeptiert mich so wie ich bin, mit all meinen verschrobenen Ansichten und seine Freundin tut das mittlerweile auch. Die beiden sind großartig und mehr Freunde brauche ich nicht.
    Tja und nach 7 Jahren, in denen ich monatlich zwischen 240 und 270 Stunden arbeitete, zog mein Körper die Reißleine. Heute habe ich mein Arbeitspensum wieder heruntergeschraubt, muss wieder auf Sonderangebote achten und kann mir keinen Luxus mehr erarbeiten aber eines, für mich sehr wertvolles ist mir geblieben. Meine Freiheit und meine Unabhängigkeit. Auf niemanden Rücksicht zu nehmen, meine Worte genau zu überlegen um niemanden zu verletzen. Wahre, wirkliche Freunde zu finden, die auch mal böse Worte, das heisst, Worte, die sie als böse empfinden aber gar nicht böse gemeint sind, akzeptieren, findet man nur einmal im Leben.

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    1. ossilinchen sagt:

      Ohhh ja, mir ist es auch wichtig, dass ich nicht aufs Geld schauen muss. Und da spreche ich auch nicht von Haus, Yacht und Co sondern auch davon, dass ich mir Lebensmittel kaufen kann, wie ich will, ohne aufs Geld achten zu müssen. Als ich mit 19 frisch ausgelernt war habe ich auch alle Dienste übernommen, hatte pro Monat teilweise viele viele Überstunden und denke heute mit 26 Jahren auch anders.
      Viele Freunde habe ich nicht, darauf bin ich aber auch stolz, weil diese Leute voll hinter mir stehen und auch wenn man sich nur 2-3x pro Monat sieht ist niemand sauer. Wir arbeiten alle im Schichtdienst daher ist vollstes Verständnis da.
      Aber eine Dame habe ich im Kreis auch, die zu deiner letzten Aussage passt. Man sagt zu einem Thema was und mir wird dann gesagt, dass ich ihr Dinge nicht gönne. Aber wenn jemand unsicher ist was er will, dann wird man ja wohl als Freundin mal seine Meinung sageb dürfen… Liebe Grüße und danke für deine Worte

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  4. Astrid scholz sagt:

    Liebe Sarah,man lernt in den ganzen Jahren. Ich bin ja älter als du , und musste auch viele Erfahrungen zwecks Freundschafft, erfahren was Ware Freundschafft heisst . Dein Bericht ist toll geschrieben , es kommt nicht drauf an viele Freunde zuhaben . Aber die richtigen verstehen auch mal Nein, oder eine andere Meinung zu vertreten . LG Astrid

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    1. ossilinchen sagt:

      Genau, danke für deine Meinung. Und ja ich seh es auch so. Die richtigen Menschen verstehen einen, der Rest ist dann wohl nicht richtig 😪 auch diese Erfahrung musste ich leider machen.

      Liebe Grüße Sarah ❤

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