Burnout, Rushing Woman Syndrom oder einfach nur erschöpft?

Erst vor kurzem habe ich einen interessanten Artikel in einer Frauenzeitschrift gelesen, der sich mit Burnout, Rushing Woman Syndrom oder einfach nur dem erschöpft sein beschäftigt hat.

Inspiriert davon, möchte ich euch heute zu diesen Themen etwas wissenswertes mitgeben und eins vorab gleich sagen: Achtet auf euch, denn die seelische Gesundheit ist nicht minder wichtig als die körperliche. Man sieht letzteres nur eher und somit kommt bei vielen auch mehr Verständnis für beispielsweise Knochenbrüche, Wunden oder ähnliches auf als bei Kopfschmerzen, anhaltender Müdigkeit und Traurigkeit.

Alles, was ich euch heute mitteile sollte man bitte nicht mit Depressionen vergleichen. Dies ist ein Krankheitsbild, welches ähnliche Symptome haben kann, sich aber dann doch deutlich durch andere Faktoren bzw. Symptome abgrenzt.

„Burnout“ hat medizinisch gesehen nicht wirklich eine Definition. Vielmehr ist dieser Begriff ein Überbegriff für körperliche und seelische Belastungen wie Kopfschmerzen, Erschöpfungen, beruflich (oder private) Stresssituationen bis hin zu Unglücklich sein bzw. „Überforderung“. Diese Überforderung muss nichts damit zu tun haben, dass man seinen Job nicht richtig ausübt. Sie kann auch einfach vorherrschen, wenn es gewisse Streithemen oder Eckpunkte zwischen Menschen gibt, die so nicht unbedingt geklärt werden können und schon länger anhalten. Auch das können Überforderungen sein bzw. auch einfach dazu führen, dass man Unglücklich sein kann. Wie tritt man den anderen Menschen gegenüber, wie verhält man sich…
Wichtig beim Überbegriff „Burnout“ ist, dass all die beschriebenen Dinge nicht nur mal einen Tag anhalten, sondern über eine längere Zeit.

Das Rushing Women Syndrom bezieht sich, wie der Name schon sagt, auf Frauen. Prinzipiell bezieht er sich auch auf das „Burnout“, häufiger ist es bei Frauen aber so, dass sie den Druck im Umfeld stärker wahrnehmen als Männer. Oder man sich selbst den Druck macht. Hier kann es sein, dass Frau Beruf und Familienleben unter einen Hut bringen will, das kann natürlich enorm stressen. Auch ohne Kinder kann man allerdings gewissen Druck wahrnehmen. Auf Arbeit beispielsweise. Man sollte sich immer bewusst sein, dass man es nie jedem Recht machen kann, vor allem nicht wenn beruflich gesehen viele Menschen aufeinander treffen. Auch privat ist das natürlich so, daher umgebe ich mich zum Beispiel privat nur mit Menschen, die mir gut tun und die ich gern habe.
Wichtig ist, dass man sich selbst in dem sicher ist was man tut und das man konzentriert auf Arbeit ist. Das ist meiner Meinung nach das wichtigste, man sollte sich keinen Druck von anderen Menschen durch ihr Gerede oder ihr Ignorieren machen lassen. Beim Rushing Women Syndrom sind betroffene Frauen oft sehr müde, schlafen schlecht aber sind zeitgleich auch aufgedreht und erbringen Höchstleistungen.

Aber irgendwann meldet sich der Körper und man muss diese Symptome wahr nehmen und vor allem Ernst nehmen. Prinzipiell MUSS man aber an seinem Lebensstil etwas ändern, wenn man erst einmal bemerkt hat, was schief läuft. Man hat nur das eine Leben und warum sollte man so Leben, damit andere Glücklich sind? Man selbst sollte glücklich sein!

Berufliche Wechsel, den Blick wieder auf das lenken, was einen Spaß macht und warum man zum Beispiel einen Beruf erlernt hat. Aufgaben im Haushalt oder wenn es um die Kinder geht sollte man sich einfach mit seinem Partner teilen, denn so kann man auch Stress reduzieren und gemeinsame Zeit lässt sich besser planen. Ich habe zum Glück einen wundervollen Mann an meiner Seite, der mir zu Hause wirklich so massiv viel abnimmt, dass ich mir über Dinge im Haushalt nur wenig Gedanken machen muss.

Nimmt man die Beschwerden selbst wahr, so ist das der erste Schritt in die richtige Richtung. Neu sortieren, auf neue Herausforderungen freuen aber zuerst einmal runter kommen und sich wieder bewusst machen, was die wichtigen Dinge im Leben sind. Das sind Familie, Freundschaften, Liebe, sich wohl fühlen, Glücklich sein und Geborgenheit. Auch wenn es schwer ist und vor allem hart klingt, dass was einem nicht gut tut sollte man bei Seite legen und bewusst manchmal auch einfach weghören, anstatt sich aufzuregen. Alles im Leben hat irgendwo einen Sinn und das Leben ist immer lebenswert. Ich kann euch nur raten gewisse Dinge ehrlich mit dem Hausarzt zu besprechen. Glück hat man wirklich, wenn man sich zeitig genug dem Kreislauf entziehen kann und an sich und seinem Lebensstil etwas ändern will und kann. Denn dann reicht eine „Auszeit“ und ein Besinnen auf das Wichtige.

Phonto (15)

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. sunnymoeller sagt:

    Sich selbst wahrnehmen, damit bringst du es auf den Punkt! ❤

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  2. Goldkäfer sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass es eine „Burn Out“ ähnliche Frauenerkrankung gibt 🤔
    Was es alles gibt…!?
    Danke für die Aufklärung!

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    1. ossilinchen sagt:

      Naja irgendwelche „Forscher“ , Ärzte oder sonst wer „erfinden “ ja immer neue Dinge

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      1. Goldkäfer sagt:

        Das stimmt 😅 aber dafür werden sie ja auch bezahlt

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  3. Astrid scholz sagt:

    Danke für deinen Bericht, du hast so recht damit . Man sollte öfter in sich hinein horchen . LG Astrid

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    1. ossilinchen sagt:

      Naja nicht zu doll, manche Leute können ja auch zu doll in sich rein hören. Aber eine gesunde Mischung sollte da sein

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  4. Nevin Mosdzien sagt:

    Das hast du schön geschrieben.
    Sehr interessantes,komplexes Thema.
    Lg

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    1. ossilinchen sagt:

      Definitiv sehr komplex. Aber man muss es einfach mal ansprechen.

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