Wie alles angefangen hat

Nun habe ich die ersten 2 Dienste auf Intensivstation hinter mir. Wie versprochen wollte ich euch immer mal wieder auf meine kleine Reise mitnehmen. Doch wie hat denn alles angefangen? Und wie waren die ersten Tage?

Auf der Intensivstation findet man Patienten, die in lebensbedrohlichen Zuständen sind. Sicherlich ein sehr schweres Fachgebiet, nicht nur fachlich sondern auch psychisch aber dennoch ein Fachgebiet, welches mich immer interessiert hat. Notfallmedizin und Intensivmedizin, dem Menschen helfen können, wenn es „Therapiechancen“ gibt. Denn eins muss man sich bewusst sein, man kann auch heute in der Medizin nicht jeden retten. Dennoch sieht man als Krankenschwester ja eher den Zustand bzw. die Hoffnung, dass man den Patienten helfen kann und genau das möchte ich auch, Menschen nach schweren Krankheiten pflegen und betreuen und somit beisteuern, dass sie möglichst gesund werden. Durch einen Zufall hat sich innerklinisch eine Chance ergeben, dass ich mit Einarbeitung auf Intensivstation wechseln kann. Ich rotiere also, wenn alles planmäßig so aufgeht, da das System der Intensivmedizin (ITS) Pool Pfleger noch sehr neu ist, immer wieder auf den Stationen herum und werde vieles sehen und lernen. Dem Angebot musste ich einfach zusagen. Auch wenn der Weg bis dahin lang war, da es für meine alte Stelle lange keinen Ersatz gab war es dann am 03.01.18 soweit, mein erster Arbeitstag auf ITS.

Gedanken wie „Was wird mich erwarten“, „Werde ich das ganze meistern können?“, “ Wie sind die Kollegen und vor allem meine Mentorin so drauf?“ waren nicht die einzigen, die mir durch den Kopf gingen. Ich werde auf einer Intensivstation eingearbeitet, wo es breit gefächert alle Krankheitsbilder gibt. Also auch viiieele neue Krankheitsbilder, die man nach fast 7 Jahren Innere Medizin schon fast nicht mehr kennt. Irgendwie ist es ein Stück die Schulbank drücken, allerdings im Selbststudium.

An den ersten beiden Tagen war ich mit meiner Mentorin für 2 beatmete Patienten zuständig. Wobei ich hier schnell gelernt habe, dass beatmet nicht gleich beatmet heißt, denn die „Maschinen“ können den Patienten auch bei seiner eigenen Atmung unterstützen. Ohne hier zu tief ins Detail zu gehen, ich bin nach dem ersten Tag mit neuen Eindrücken, viel neuem Wissen und der Erkenntnis raus gegangen, dass auch fast 7 Jahre Berufserfahrung auf ITS nicht unbedingt hilfreich sind. Klar, bisher habe ich nie beatmete und schwerst kranke Patienten betreut. Dass ich Zeit brauchen werde um anzukommen und um zumindest einen Teil des großen und ganzen gesehen zu haben ist klar. Dennoch ist der Standard sehr hoch und das wird einem auch als „Neuling“ gleich abverlangt. So durfte ich am zweiten Tag schon deutlich mehr machen als am ersten Tag. Immer in der Nähe meine Mentorin, damit ich immer fragen kann, wenn ich Fragen habe und sie schaut natürlich immer wieder über alles drüber und auch über die Dokumentationen, denn hier muss ich mich an ein ganz neues Programm gewöhnen. Nebenbei versuche ich immer alles wichtige, was sie mir sagt in mein Notizheft zu schreiben. Dankbar bin ich echt dafür, dass sie mir so viel erzählt und erklärt.

Und wie im Fluge vergingen die ersten beiden Tage. Vieles wird mich in den kommenden Wochen und Monaten erwarten aber bisher kann ich nur sagen, dass ich mich freue auf das, was kommt und dass ich den Wechsel nicht bereue.

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Astrid scholz sagt:

    Das freut mich für dich ,den Menschen zu helfen und unterstützen . Das sind schwierige Aufgaben,aber befriedigen einen selbst auch im Beruf. Und du wirst das alles schaffen ,weil du es möchtest . Alles gute weiterhin in deinem beruflichen Bestreben. LG Astrid

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    1. ossilinchen sagt:

      Oh danke für deine Lieben Worte. Höhen und Tiefen gibt es immer aber ich denke es wird werden 😘

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  2. Ich wünsche Dir von Herzen ganz viel Freude und Erfolg im neuen Arbeitsbereich – halte durch und lass Dich nicht unterkriegen. ☺ Ich freue mich sehr mit Dir das Dein Wunsch noch in Erfüllung gegangen ist, auch wenn ein Stück harte Arbeit auf Dich zukommen wird. Du schaffst das. ☺

    ♥liche Grüße – Lenchen

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    1. ossilinchen sagt:

      Ach meine Liebe, du hast so Recht. Es ist ein hartes Stück Arbeit aber ich freue mich so sehr über deine lieben Worte 😘

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