Wie sage ich es ihm?

Bevor ich euch von unserem langen und anstrengendem Weg zum Wunschkind erzähle, möchte ich euch heute mal mit zu dem Moment mitnehmen, als ich es meinem Mann gesagt habe.

Laaange habe ich mir im Kopf ausgemalt, wie ich das wohl machen würde. In ein einhalb Jahren, die man es probiert schwanger zu werden gibt es einige Momente, die man nutzen könnte, um so etwas tolles sagen zu können. Sein Geburtstag, Weihnachten, ein gemeinsames Essen… Schön ausgemalt habe ich mir im Kopf, ihm das Ultraschallbild mit einem kleinen Baby Söckchen zu schenken. Nun ja, es kam alles anders, als ich es mir im Kopf ausgemalt habe.

Allerdings muss ich ein wenig ausholen, um euch alles sagen zu können. Es war an einem Sonntag, ich war mal wieder 2 Tage drüber und dachte mir nicht so viel dabei. Mein Zyklus ist sehr, sehr unregelmäßig gewesen, es gab auch Zeiten, da war ich 20 Tage drüber. Weiter darüber nachgedacht habe ich nicht, allerdings hat man immer die Hoffnung, dass es geklappt hat auf der einen Schulter sitzen und die Angst, dass man mal wieder enttäuscht wird auf der anderen Seite. Mit diesen Gedanken im Kopf bin ich zu meiner Freundin gefahren. Mit ihr war ich zum Essen verabredet. Sie hatte Kind frei, ich quasi Mann frei und so haben wir uns einen schönen Abend gemacht.
Sie war die ganzen langen Monate immer an unserer Seite und hat daher alles aus erster Hand erfahren. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass ich auch so schnell wie sie damals schwanger geworden wäre. Aber ich konnte so das erste Jahr ihres Kleinen auch live miterleben und bin so froh, dass sich etwas so tolles zwischen uns entwickelt hat. Auch unsere Männer verstehen sich blendend und so ist es schon normal, wenn wir uns alle Treffen.
Aber ich schweife ab…

Beim Abendbrot sind wir schnell auf das Thema Schwangerschaft gekommen. Ich habe mich aufgebläht gefühlt, fand Windbeutel auf einmal total klasse (ich esse normalerweise lieber herzhaft) und war nach kleinen Portionen pappsatt.
Nun ja, ein klein wenig „Gruppenzwang“ und “ Ach komm Sarah, wir kaufen einen Test“ inklusive meiner Neugier sorgten dann dafür, dass wir Sonntags an den Bahnhof Neustadt gefahren sind, den nächsten Drogeriemarkt aufsuchten und philosophierten wie ich es meiner besseren Hälfte sagen werde, wenn ich schwanger bin.
Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich erstmal zum Gynäkologen gehe, wenn der Test positiv ist und meinem Mann dann das Ultraschallbild samt positiven Test zu Ostern schenke.
Meine Freundin lachte laut und meinte nur „Das schaffst du nieee im Leben.“ …. Jaja dachte ich mir und dann bin ich mit Test nach Hause gefahren.

Eigentlich hatte ich dann doch Schiss ihn zu machen. Zu oft habe ich auf diese doofen Tests gestarrt und da war einfach kein zweiter Strich oder noch besser und knallhart ins Gesicht waren die Tests, wo man direkt lesen konnte „nicht schwanger“. Na gut, ich habe mich überwunden und den sauteuren und namenhaften Test also laut Anleitung verwendet. Mittlerweile konnte ich die Tests ja schon fast blind und ohne Anleitung machen aber man will ja nichts falsch machen und liest sich alles durch.

Tja, nach 3 Minuten kein Ergebnis, nach 5 Minuten nicht und nach 10 Minuten erst recht nicht. Kein Kontrollstreifen, kein zweiter Balken. Also habe ich den Test sehr enttäuscht und wütend über 8 sinnlos ausgegebene Euros in den Müll gehauen. Mittlerweile habe ich meinem Schatz schon wütend im Whats App geschrieben (er war arbeiten), wie bekloppt doch dieser Test ist und dass er nicht funktioniert hat. Soviel zum Thema schweigen. Meiner Freundin habe ich fast zeitgleich geschrieben, dass der Test fehlerhaft ist und als hätten sich die beiden abgesprochen kam eine Antwort von beiden „Das ist ein Zeichen.“

Zeichen… aha habe ich mir gedacht. Ob die beiden mich veralbern wollen? Zeichen???? Na gut nochmal los fahren wollte ich nicht, also war es mal wieder ein Test ohne dem erhofften Ergebnis.

Am nächsten Tag, Montag, haben wir erfahren, dass es im Drogeriemarkt um die Ecke einen 20 % Ausverkauf gab. Ich hatte noch etwas Zeit, bevor ich zum Spätdienst musste und so sind wir losgerammelt und haben die zwei günstigsten Tests gekauft.
Kurz bevor ich zum Dienst musste bin ich also ins Bad, habe den Test gemacht, wollte ihn gerade weg legen und sehe schon 2 voll rosane Balken. Nun ja und an der Stelle nochmal soviel zum Thema nett verpackt und niedlich als Geschenk….. Ich bin aus dem Bad gerannt und schrie nur durch die ganze Wohnung „ROOOBBIII“

Er kam gerade aus der Küche und fragte ob ich das Ding im WC versenkt hätte 🙂
Ich so neeein positiv. Wir konnten es gar nicht glauben, dass ein Test positiv ist, dass wir gleich noch den zweiten gemacht haben. Geschockt und voller Freude musste ich gleich gar nicht mehr aufs WC. Geschafft habe ich den zweiten Test dennoch und auch der war positiv….

Und mit diesem Wissen ging es dann für mich auf Arbeit und das Abenteuer Baby hat begonnen.

Phonto (5)

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