Hilfestellung / Wegweiser für werdende Eltern – What to do?

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Wenn man den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, dann denkt man noch nicht daran, was auch an Behörden, Anträgen und Wege auf einen zukommen. Da ich ja selbst weiß, wie das ist und froh um jede Hilfe war, möchte ich euch heute einen kleinen Leitfaden mit Dingen auf den Weg geben, die ihr schon in der Schwangerschaft erledigen könnt bzw. die ihr nach der Geburt machen müsst.

 

Während der Schwangerschaft:

Hebammensuche:

Diese würde ich so zeitig wie möglich starten, jede Frau hat ab dem positiven Schwangerschaftstest das Recht auf eine Hebamme. In manchen Regionen geht das mit der Hebammensuche schnell, in manchen eher nicht. Daher lasst nicht zu viel Zeit ins Land vergehen.

Vaterschaftsanerkennung:

Wenn ihr nicht verheiratet seid, dann könnt ihr die Vaterschaft auch schon in der Schwangerschaft anerkennen lassen. Das geht problemlos auf dem Jugendamt. Ihr benötigt dafür eure Geburtsurkunden und die Personalausweise.

Kann notfalls aber auch nach der Geburt geklärt werden. Mir war es aber wichtig, dass es in der Schwangerschaft geklärt ist. Schließlich kann auch mir als Mutter mal was passieren, mein Kind überlebt und hat dann keinen, der entscheiden darf, weil nix anerkannt ist. Daher haben wir das zeitnah getan.

Sorgerecht klären:

Auch das geht schon in der Schwangerschaft und wir haben das an einem Tag mit der Vaterschaft geklärt.

Antrag Mutterschaftsgeld:

Dies geht ab 7 Wochen vor der Geburt bei der Krankenkasse. Ihr bekommt von eurem Frauenarzt eine Bescheinigung, mit der ihr dann zur Krankenkasse geht.

Geburtsvorbereitungskurse suchen:

Meist sind diese ab der 20. SSW ausgebucht. Allerdings ist das hier wie bei der Hebammensuche, man kann Glück haben, man kann Pech haben. Das hängt auch etwas vom Wohnort ab.

Sportkurse, Schwimmen…

Die Schwangerschaft ist die beste Zeit, um nochmal was für sich und das Baby zu tun und um sich bestens auf die Geburt vorzubereiten. Schließlich ist das Ausdauer gefragt. Das geht am besten mit Fitness bzw. Fit halten. Man sollte immer abwägen, wie Fit man schon vor der Schwangerschaft war und ggf. sein Vorhaben mit Ärzten/ Hebammen abklären. Aber Schwimmen und Yoga schadet auf keinem Fall.

Wo möchte ich entbinden?

Schaut euch rechtzeitig Kliniken zu Infoabenden an und entscheidet, ob ihr im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause entbinden wollt. Beachtet die Fristen zur Anmeldung bei der Geburt. Die bekommt ihr im jeweiligen Haus genannt.


Nach der Geburt:

Nun kommen wir zu den Anträgen und unangenehmen Sachen, die aber erledigt werden müssen. HIER MEIN TIPP: Füllt alles, was ihr schon ausfüllen könnt vor der Geburt aus und legt es in einen Umschlag. Schreibt auf den Umschlag nur noch drauf, was ergänzt werden muss (z.B. die Geburtsurkunde) und schon ist die Welt nach der Geburt ein wenig leichter, was die Behördengänge betrifft.

Geburtsurkunde beantragen:

Das macht bei einer Klinikgeburt in der Regel die Klinik, daher bringt eure eigenen Geburtsurkunden oder Eheurkunde und ggf. die Vaterschaftsanerkennung gleich mit.
Bei ambulanten Geburten muss man sich selbst drum kümmern. Man hat dafür wohl ca. eine Woche bis 10 Tage Zeit.

Krankenversicherung:

Alle ersten Abrechnungen gehen über die Krankenkarte der Mutter. Gerade für alle die interessant, die ambulant entbinden und sich dann beispielsweise um die U2 kümmern müssen. Dennoch braucht das Kind eine eigene Versichertenkarte. Das geht natürlich bei der Krankenkasse. Man sollte hier so schnell wie möglich vorsprechen und die Familienversicherung beantragen. Allerdings geht das nur mit der Geburtsurkunde.

Mutterschaftsgeld beantragen:

Nach der Geburt sollte man der Krankenkasse und dem Arbeitgeber so schnell wie möglich den Geburtstermin mitteilen. Man bekommt bei den Geburtsurkunden ein Exemplar für die Krankenkasse. Die kümmern sich dann weiter um alles. Um doppelte Wege zu vermeiden versucht alles zusammen zu legen. Also Krankenversicherung und Mutterschaftsgeld beantragen. Ruft vorher ruhig auch bei der Krankenkasse an und informiert euch, was ihr wie schnell und auf welchem Wege erledigen müsst. Manchmal tut es auch die Post.

Elternzeit:

Hier müsst ihr bitte bei eurem Arbeitgeber nachfragen, wie die Regelungen sind. Manche wollen ein Formular ausgefüllt haben, manche nicht. Die Elternzeit kann euch keiner verwehren, dennoch müsst ihr den Arbeitgeber rechtzeitig informieren.

Elterngeld:

Diesen Antrag habe ich schon komplett in der Schwangerschaft aufgefüllt, zumindest den Teil, den ich schon ausfüllen konnte. Diesen solltet ihr so schnell wie möglich auf der Elterngeldstelle abgeben, denn die Bearbeitungszeit beträgt bis zu 9 Wochen. Bedenkt, dass ihr in der Zeit finanziell eingeschränkt seid. In Dresden geht die Bearbeitung wohl nach Eingang der Anträge. Bis Ende des 3ten Lebensmonats des Babys habt ihr aber prinzipiell Zeit, den Antrag abzugeben. Denkt an alle Anlagen und die Geburtsurkunde, für die Elterngeldstelle (Das steht auf der Urkunde drauf)

Wer mit den Anträgen nicht klar kommt kann auf der Elterngeldstelle nach Hilfe fragen. In Dresden geht das mit Termin problemlos. Ich habe auch gehört dass wohl die AWO und Co. helfen, da kann ich aber nichts näheres zu sagen, da müsst ihr euch selbst informieren.

Unterhaltszuschuss:

Man wünscht es keinem aber manchmal tritt eben der Fall ein, dass man Alleinerziehend ist. Da bitte an das Jugendamt in eurem Wohnort wenden.

Kindergeld:

Auch diesen Antrag habe ich schon in der SS aufgefüllt. Beachtet bitte, dass Ihr eine Steueridentifikationsnummer für euer Kind braucht. Eher könnt ihr den Antrag nicht abgeben. Die Nummer gibt es beim Finanzamt.

Lohnsteuerkartenänderung:

Ab nach der Geburt beim Finanzamt oder beim Bürgerservice möglich.

 

Ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte. Ich bin kein Profi auf dem Gebiet aber einige Hilfen meines Arbeitgebers und der Ämter haben mir sehr bei allem geholfen und so sehe ich Licht am Ende des Tunnels.
Bedenkt bitte, dass der Beitrag die Auskunft eines Profis nicht ersetzt!!!

 

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