Rituale

Schon in der Schwangerschaft habe ich immer wieder die Frage erhalten, ob wir uns schon Rituale überlegt haben..

Rituale? Im Bezug auf was? Aufstehen, Mittagsschlaf, ins Bett gehen?

Ganz ehrlich, ich glaube kaum, dass ein Neugeborenes Rituale braucht. Ich finde, dass da das Kennenlernen, Liebe, Geborgenheit und Nähe wichtiger sind, als mir Gedanken über Rituale zu machen, wie ich mein Kind am besten „abschieben“ kann. Denn irgendwo haben Abendrituale doch auch was mit Trennung zu tun, schließlich schläft das Kind dann erstmal ohne Eltern. Auch der Tag verläuft doch die ersten Wochen eher chaotisch, als geordnet und mit Ritualen…

Also sind wir anfangs immer mit der Maus zusammen ins Bett, oder sie eben mit uns. Und stellt euch vor, uns ging es gut damit, das zu Bett gehen klappte meist gut und wenn sie bei uns im Bett eingeschlafen ist, dann war das eben so.

Als die kleine Maus dann ein paar Wochen alt war haben wir uns langsam an das Thema zu Bett gehen vor uns gewagt. Das Beistellbett wurde ab da häufiger genutzt und unser Ritual beim letzten Stillen die Spieluhr laufen zu lassen festigte sich langsam.

Aber eins möchte ich gleich sagen und jede Mama und jeder Papa wird das verstehen… jeder Abend ist anders. Also Ruhe bewahren und flexibel bleiben.

Irgendwann haben wir festgestellt, dass die Maus nach dem abendlichen Baden viel besser schläft. Also, Achtung liebe Mütter, die das nicht gut heißen… wir haben jeden Abend gebadet und massiert. Die Kleine Maus hat das genossen und das ins Bett gehen ging meist entspannt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Fazit: Rituale sind meiner Meinung nach bei größeren Kinder absolut sinnvoll, bei Neugeborenen und Babys klappt das wohl erst ab einem gewissen Alter, wenn nicht gerade Infekt, Bauchweh, Zähne und co. dazwischen kommen. Das Thema Spieluhr ziehen wir täglich durch.


Aber welche Rituale waren uns sonst wichtig?

Ich muss sagen, dass ich das ganz ohne Stress sehe. Mir ist wichtig, dass die Kleine einen Sinn dafür bekommt, wann Tag und wann Nacht ist. Beginnt der neue Tag, gibts das neue Outfit und Alltagsgeräusche. Waschmaschine, Staubsauger, Klingel und Radio… dazu gehört auch raus gehen und was unternehmen. Beim ins Bett bringen heißt es Ruhe, gedimmtes Licht, wenig reden und das Schlafoutfit. Natürlich noch mehr Nähe und Liebe als am Tag schon, um die wenige verbale Kommunikation aufzuwiegen.

Ich finde, dass sind doch auch alles Rituale. Wichtig ist meiner Meinung nach einfach Flexibel sein aber bei Dingen, die einem wichtig sind dran zu bleiben.

7 Gedanken zu “Rituale

  1. Das ist so süss wie du ihr das macht . Und so soll es auch sein , kennen lernen. Zu unterscheiden lernen , und ganz viel Liebe. Schön geschrieben ..LG Astrid

  2. Sehr schön zusammengefasst. Ich denke auch nicht, dass ein Baby Rituale braucht. Die spielen sich eigentlich erst nach und nach im Zusammenleben mit den Kindern ein – und das von selbst.

  3. Liebe Sarah,
    Ich hoffe, du musst dir nicht täglich „so vieles“ erzählen lassen. Es hört sich so an, als wenn da so einige viele Tipps und Ratschläge für dich haben. Außerdem hört sich das anstrengend und belastend an…Ich sende dir einfach mal liebe Grüße und höre weiter auf deinen Bauch und dein Herz. Lass andere reden!
    Jede Mama und jedes Kind ist so individuell und einzigartig. Genieße die Zeit einfach mit deinem kleinen Schatz ❤

    • Huhu meine Liebe. In der Schwnagerschaft gab es echt viele nervige Kommentare. seitdem die Kleine da ist, habe ich fast nahezu meine Ruhe. Aber ich beobachte gern, wie ea anderen Neu Mamas geht, was die so zu hören bekommen und auch das was ich so in der Schwangerschaft gehört habe fließen in meine Beiträge. Um anderen Mamas Mut zu machen 💖

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