Tabu Thema „Mama in Elternzeit“ – Ist wirklich alles Sonnenschein pur?

Ich genieße die Zeit mit meiner Tochter wirklich sehr. Ihr lächeln, wenn sie mich sieht, ihre Gespräche mit mir, über die ich einfach nur lachen muss und die Nähe, die sie einfach sucht und dennoch für sich die Welt erkundet. Jeden Tag lernt sie unsere Welt neu kennen. Es ist wundervoll, sie dabei zu beobachten und zu unterstützen. Mein Alltag ist Ihre Kindheit und die soll so schön wie möglich sein. Aber machen wir uns nichts vor… mein Alltag ist doch zu großen Teilen nicht mehr der, der er mal war.

Statt dem Wecker, der zum Aufstehen für die Arbeit klingelte, weckt mich meine Tochter übers Babyphone… oder sie liegt neben mir und weckt mich so.
Mein Kaffee ist dem Tee gewichen, weil ich seit der Schwangerschaft keinen Appetit mehr auf Kaffee habe.
Ausflüge werden besser und durchdachter geplant, spontan ist zwar möglich aber mit etwas Zeit zum Stillen und Wickeln vorher.
Und meine geistige Forderung ist doch bei weitem nicht mehr die, wie auf Arbeit. Ich bin kurz vor der Schwangerschaft auf Intensivstation gewechselt, klar war ich da ganz anders gefordert. Und ja, an manchen Tagen freue ich mich auf Arbeit, auch wenn ich teilweise dem ganzen etwas ängstlich entgegen sehe, da ich ja doch eine lange Zeit raus aus dem ganzen bin. Manche Mama denkt sich vielleicht „Spinnt die???“
Aber ganz ehrlich, wer seine Erfüllung im Windeln wechseln, putzen und stundenlangen spazieren findet, RESPEKT!!! Mir macht es Spaß aber fordern tut es mich nicht.

Ich glaube, dass es ziemlich schwer für eine Frau ist, sich das einzugestehen. Schließlich kommt doch erst in den letzten Jahren der „Trend“ durch, dass auch die Männer Elternzeit machen und die Frau (später) arbeiten geht.

Ich liebe mein „neues“ Leben und meine Tochter aber ich bin auch immer noch unterwegs, mache einiges an meinem Blog und versuche mein „altes“ Leben mit meinem neuen zu kombinieren.

2 Gedanken zu “Tabu Thema „Mama in Elternzeit“ – Ist wirklich alles Sonnenschein pur?

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