Uniklinik Dresden

Nachgefragt im UKD- Ossilinchen trifft die Pathologie

Heute wird es um ein sehr spannendes Thema gehen, denn ich werde dir heute die Pathologie im Uniklinikum Dresden vorstellen. Ein Bereich, welcher mich schon immer sehr interessiert hat und scheinbar auch euch, denn das haben mir eure Rückmeldungen auf Instagram gezeigt.

Doch denkt man an die Pathologie, dann denkt man irgendwie automatisch an Kühlzellen, kalte Räume und tote Menschen. Schade eigentlich, denn die Pathologie ist viel mehr als Kühlzellen. Ich werde euch daher heute einen ganzheitlichen Einblick in die Pathologie verschaffen und euch mal zeigen, was für spannende Dinge hier noch so passieren.

Was genau die Pathologie zu einem sehr, sehr wichtigen Institut im UKD macht, das hat mir heute Dr. Sommer, Facharzt für Pathologie, erzählt. Es war ein wirklich sehr nettes Gespräch, ich habe viel gelernt und durfte wirklich auch viel sehen.

Doch wie immer hattet ihr die Chance, Fragen zu stellen. Diese habe ich wie immer in das Gespräch mitgenommen.

– Welche Tätigkeiten umfassen die eines Pathologen?

Für den Einstieg eine sehr gute Frage, daher habe ich sie an den Anfang gesetzt. Wir müssen alle vom Denken abkommen, dass ein Pathologe nur am „Toten“ arbeitet. Viel mehr sind die Pathologen für die lebenden Menschen da. Denkt man an eine Magenspiegelung oder an eine Darmspiegelung, dann weiß der ein oder andere vielleicht, dass da Proben entnommen werden. Diese Proben gehen dann zum Pathologen, der diese beurteilt und eine Diagnose stellt. Handelt es sich um gutartiges Material oder bösartiges Material? Wie sollte weiter verfahren werden? Diese Infos gehen dann an den behandelnden Arzt, der die Entscheidungen gemeinsam mit den Patienten trifft.

Man sollte den Pathologen also viel mehr als Lotsen der Medizin bzw. der modernen Krebstherapie sehen!

So sieht der Hauptarbeitsplatz eines Pathologen aus.
Hier können wir mal sehen, was ein Pathologe bei der Diagnostik so alles sieht.

– Wann beginnt die Leichenstarre? Hört sie auch wieder auf?

  • Am Kiefergelenk tritt sie nach 2 bis 3 Stunden auf.
  • Der Beginn am ganzen Körper ist ca. nach 8 bis 10 Stunden.

Sie löst sich auch wieder, die spontane Lösung beginnt ca. nach 2 Tagen. Die vollständige Lösung nach ca. 3 bis 4 Tagen.

– Wann kommt eine Obduktion in Frage?

Hier muss man zuerst ganz klar in der Arbeit der Rechtsmedizin und der Pathologie unterscheiden. Alles was Straftaten/ Rechtswidriges/ Vergiften/ KO- Tropfen/ Drogen usw. betrifft behandelt die Rechtsmedizin.
Pathologen werden in der Regel bei natürlichen Toden eingesetzt, Gerichtsmediziner werden im Auftrag der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts bei Verdacht auf einen unnatürlichen Tod zu Rate gezogen.

In der Pathologie werden aber in der Tat auch Sektionen durchgeführt. Die Zahlen am UKD belaufen sich hier auf ca. 100 Sektionen PRO JAHR.

Zum Vergleich: die Rechtsmedizin im UKD hat im Jahr ca. 600 Sektionen.


Dieser Unterschied ist ganz wichtig zu wissen. Stellt man sich nun die Frage, warum die Pathologie eine Sektion am Patienten durchführt, dann ist folgende Grafik ganz spannend, um die Arbeit und die Gründe für eine „Obduktion“ zu verstehen.

Weiter unten im Beitrag gehe ich dann nochmal genau darauf ein, was Ziel sowie Sinn und Zweck einer Obduktion in der Pathologie sind.

Kleiner Funfact am Rande: In der DDR wurde jeder obduziert, der nicht eindeutig widersprochen hat.

– Was sind sichere Anzeichen für den Tod?

  • Totenstarre
  • Totenflecke an abhängigen Körperpartien ab ca. 30 Minuten, am übrigen Körper ab ca. 1 Stunde.
  • Konfluierende (zusammenfließende) Totenflecke ab ca. 2 Stunden; voll ausgeprägt und konfluiert ab ca. 4 Stunden. Die Totenflecke sind bis ca. 10 Stunden nach dem Versterben wegdrückbar und ab 12 Stunden nicht mehr wegdrückbar.

– Was passiert mit einem Verstorbenen, wenn er in die Pathologie kommt?

Wie ich oben ja schon erwähnt habe, gibt es nicht die große Menge an Obduktionen in der Pathologie. Das lässt schlussfolgern, dass die Pathologie für Verstorbene nur eine kurze Zwischenstation ist. Und das ist auch in der Tat der Fall.

Verstirbt ein Patient auf Station, dann wird er von uns Schwestern „aufbereitet“, heißt ggf. nochmal gewaschen, gebettet, neu gekleidet. Danach bringt der innerbetriebliche Krankentransport den Verstorbenen in die Pathologie. Da geht er in die Kühlzelle und wird dann vom jeweilig ausgesuchten Bestatter der Familie geholt.

– Gibt es die Möglichkeit, sich vor Ort von seinen Angehörigen zu verabschieden?

Ja, die Möglichkeit gibt es.

Hinter der Glasscheibe ist der Verstorbene.

– Können Schulklassen der Carus Akademie für einen Tag vorbei kommen, um zum Beispiel das Thema Anatomie besser verstehen zu können?

Ja, auch diese Möglichkeit gibt es. Es gibt einen extra für Lehrveranstaltungen gestalteten Sektionsraum. Das sollte man aber unbedingt mit der Schule abstimmen, einfach so auf der Matte stehen ist nicht möglich 🙂

Das ist der Sektionsraum für Lehrveranstaltungen…

– Welche Berufsgruppen sind in der Pathologie zu finden?

  • MTA´s (Medizinisch technischer Assistent)
  • Biologen
  • Chemiker
  • Ärzte
  • Sekretärinnen
  • Sektionsassistenten
  • Labor Assistenten
  • Bufdi`s (Bundesfreiwilligendienst)
  • kaufmännische Angestellte

Ja, auch wenn ich es wusste, dass eine Krankenschwester eher nichts in der Pathologie zu suchen hat, ich könnte es mir in der Tat vorstellen, falls es aus irgendwelchen Gründen mit ITS nicht klappt 🙂

– Welche Fälle waren bisher am einprägsamsten?

Einprägsam sind oftmals die Fälle, die mit emotionalen/ persönlichen Fakten zum Verstorbenen einher gehen. Das ist an der Stelle der „Vorteil“ vom Pathologen, denn er kennt in der Regel den Patienten nicht, hat diesen Hintergrund nicht und kann sich so auf die wesentliche Arbeit konzentrieren.

Dennoch gibt es Fälle, die einprägsam sind.
Dr. Sommer nannte mir ein paar Beispiele:

  • Kinder oder junge Menschen, die verstorben sind.
  • Patienten mit einer sehr langen Krankheitsgeschichte.
  • Aber auch sehr seltene, spannende oder schwierige Diagnosen. Ist ein Tumor zum Beispiel gutartig, wird er raus operiert und der Patient ist geheilt. Sicher nicht immer so häufig aber sehr einprägsam.

– Was für Untersuchungen/ Tests werden hier gemacht?

Histologie/ Zytologie

Die Abteilung Histogie / Zytologie wird in verschiedene Arbeitsbereiche unterteilt, dazu zählen „Zuschnitt“, „Schnellschnitt“, „Zytologie“ sowie das „Spezialfärbelabor“ mit seinem umfangreichen Methodenspektrum.

Zuschnitt

Der Zuschnitt dient der Beschreibung und Dokumentation der entnommenen Operationspräparate und Biopsien. Die Beurteilung erfolgt durch den Pathologen, hier werden alle makroskopisch sichtbaren Gewebe- bzw. Organveränderungen beschrieben und für die weiterführenden mikroskopische Diagnostik entnommen.

Bild 1 bis 4 kurz erklärt: Makroskopische Untersuchung und Beschreibung sowie Vorbereitung für die weitere Aufbereitung, Entnahme relevanter Gewebeanteile für die Diagnoseerstellung, Entwässerung und Aufbereitung der Proben in vollautomatischen Systemen.


Spannend zu wissen ist die Tatsache, dass die MTA´s hier in Handarbeit ganz viel vorbereiten und anfertigen, damit sich der Pathologe das Material dann unter dem Mikroskop ansehen kann.

Bild 1 bis 5 kurz erklärt: Ausbettung der Proben und Eingießen in Parrafin, Blöcke und Objektträger vorbereitet zum Schneiden, Anfertigung von Dünnschnitten für die Histologie – 4µm (ein menschliches Haar hat ca. 10 µm), Strecken im Wasserbad und aufbringen auf die Objektträger.


Das Anfärben erfolgt mittels Maschinen. Außer beim Schnellschnitt, da ist es wirklich Handarbeit.

Schnellschnitt

Die histopathologische Untersuchung von Gewebeproben, während einer noch laufenden Operation, bezeichnet man als Schnellschnitt. Vom unfixierten Operationsmaterial werden Gefrierschnitte angefertigt, die anschließend angefärbt und durch den Pathologen begutachtet werden. Der Befund wird dann dem Operateur telefonisch mitgeteilt.

Es ist in der Tat so, dass der Operateur beispielsweise Gewebe sieht, von welchem er wissen möchte, ob es gutartig oder bösartig ist und möchte die weitere OP planen (Beispielweise beim Brustkrebs: handelt es sich um einen guten Tumor oder um einen bösen, wie viel muss weggeschnitten werden…) Das ganze ist jetzt etwas sehr einfach anhand des Beispiels rüber gebracht und natürlich gibt es da im Vorfeld genug Diagnostik. Allerdings ist das Beispiel gut um zu verstehen, was gemeint ist, denn darunter kann sich so gut wie jeder etwas vorstellen.

Hier sieht man einen Tumor der Brust (Mamma- Ca).
Das schwarze ist Tusche und wurde von den Mitarbeitern eingefärbt, damit man unter dem Mikroskop dann alles klar und deutlich erkennen und abgrenzen kann. Aus dem Grund werden verschiedene Bereiche auch eingefärbt, damit man genau sagen kann, wo was anatomisch liegt.
Man hofft natürlich, dass während der OP alles soweit raus operiert wurde, dass um den „Tumor“ gesundes Material ist und die Patientin keine weitere OP braucht. Das klärt der Pathologe.

So kann dann Material aussehen, welches der Pathologe begutachtet. Hier handelt es sich nicht um Brustkrebs.


Pro Tag gibt es im UKD übrigens ca. 30 Schnellschnitte. Diese kommen entweder mit einem Fahrradboten oder mit der Rohrpost direkt in die Pathologie. Dank modernster Technik ist es auch möglich einen anderen Pathologen (beispielsweise aus der Uni Leipzig) zu befragen (Einholen einer Zweitmeinung). Diese Methode kommt bei schwer zu findenden Diagnosen zum Einsatz. Der Pathologe vor Ort bekommt quasi eine Art Scan zugeschickt und beurteilt alles in Echtzeit.

Zytologie

Die Zytologie, auch Zytodiagnostik, dient der Beurteilung von Zellen, aus verschiedenen Körperflüssigkeiten (Pleura, Aszitis, Liquor u.a.) Die Aufarbeitung erfolgt durch Zentrifugation, anschließend erfolgt das Anfärben und die histologische Beurteilung durch den Pathologen.

Spezialfärbelabor

In diesem Bereich werden histologische Spezialfärbungen angefertigt. Sie dienen dem Nachweis spezifischer Strukturen und Zellen. Ein Teil der Färbungen kann automatisiert, ein anderer Teil manuell durchgeführt werden.

Immunhystologie/-zytologie

Durch immunhistologische Techniken ist es möglich gewebespezifische Antigene, darunter Proteine, Polysaccharide, Lipide und somit unterschiedlichste Strukturen von Zellen mit mono- bzw. polyklonalen Antikörpern nachzuweisen.
Das grundlegende Prinzip der immunhistologischen Reaktion ist die Darstellung von Antigenen durch die spezifische Bindung von mono- oder polyklonalen Antikörpern.

Molekularpathologie

Die Abteilung Molekularpathologie des Instituts für Pathologie führt quantitative und qualitative Analysen von DNA im Rahmen onkologischer Erkrankungen sowie Erregerdiagnostik bei Infektionskrankheiten durch. Die molekulare Gewebediagnostik ist mittlerweile neben der klassischen Histologie (Morphologie, Immunhistochemie) ein sehr wichtiger Bestandteil der Diagnose- und Therapiefindung.

Aus dem Grund sitzt auch immer ein Pathologe im Tumorboard und entscheidet quasi maßgeblich mit seiner Diagnose, gemeinsam mit den behandelnden Ärzten, wie die weitere Therapie aussieht. Muss bestrahlt werden? Bringt eine Chemo was, wenn ja, welche? Muss zusätzlich noch eine OP stattfinden? Genau diese Fragen werden dann im Tumorboard geklärt.

Klinische Sektion


Zwischen einer klinischen Sektion und einer rechtsmedizinischen Obduktion bestehen klare, rechtliche Unterschiede.

Für Todesfälle mit vermuteter nicht natürlicher Ursache oder für Opfer von Gewaltverbrechen sind die Rechtsmediziner oder Forensiker zuständig, nicht die Pathologen. (…) Hin und wieder arbeiten Forensiker und Pathologen aber auch zusammen – etwa, wenn dem Todesopfer eines vermuteten Gewaltverbrechens bei der Obduktion ein Organ entnommen wird, das Veränderungen unklarer Ursache aufweist. In diesem Fall sind die Pathologen gefragt, die Gewebeproben des Organs histologisch unter dem Mikroskop zu untersuchen.“ (Quelle: DGP)


Ziel einer klinischen Sektion (auch Autopsie, Obduktion oder innere Leichenschau genannt) ist die Aufklärung von Grundleiden und Todesursache. Dabei soll auch der pathophysiologische Kausalzusammenhang deutlich gemacht werden.

Darüber hinaus dient die Sektion der Weiterbildung von Medizinstudenten, Ärzten in Weiterbildung und klinisch tätigen Ärzten. Sie ist ein bedeutender Baustein der Qualitätssicherung (als solcher auch im Sozialgesetzbuch V festgeschrieben) und dient der Überprüfung ärztlichen Handelns im Hinblick auf Diagnose und Therapie. Zusätzlich liefern Sektionen wichtige Daten zur Epidemiologie sowie für die medizinische Forschung.

Die zeitlich etwa 2 bis 4 Stunden andauernde Sektion umfasst eine äußere und eine innere Begutachtung eines Verstorbenen. Normalerweise folgt nach Eröffnung aller Körperhöhlen die Entnahme der inneren Organe zur Präparation und Gewinnung  kleiner Gewebestückchen für die feingewebliche Untersuchung. In bestimmten Fällen werden auch nur organspezifische Untersuchungen und eine gezielte Gewebeentnahme durchgeführt (Teilsektion).


Eine Teilsektion durfte ich heute kurz sehen. Ich denke aber ihr habt Verständnis dafür, dass ich davon weder Bilder gemacht habe, noch diese gezeigt hätte!

Auch wenn eine Sektion am Verstorbenen ca. 2 bis 4 Stunden dauert, so ist es damit ja nicht getan. Reine Arbeitszeit eines Pathologen sind bei einer Sektion durchaus 10 Stunden. Dazu gehören Tätigkeiten wie die Entnahme der Organe, die dann gewogen und vermessen werden, auch die Vorstellung bei ärztlichen Kollegen kann vor allem bei schweren Diagnosefindungen Teil der Arbeit sein. Ebenfalls überprüft ein Facharzt immer die Handlungen, falls diese ein Assistenzarzt durchführt. Übrigens braucht man, um zur Facharztprüfung zugelassen zu werden mindestens 150 Sektionen. Aber das nur am Rande…

Das ist das Konferenzmikroskop an dem schwierige Fälle im ärztlichen Kollegium besprochen werden.

Natürlich muss auch alles diktiert werden, damit die Sekretärin dann alles abtippen kann. Danach liegt der Obduktionsbericht dann nochmal zum gegenlesen dem Pathologen vor. Und so können gut und gerne 1 bis 2 Wochen vergehen, bis man eine Obduktion als abgeschlossen ansehen kann.

Erstellen des schriftlichen Befundes nach ärztlichem Diktat durch das Sekretariat.

Entnommene Proben werden mit Formalin fixiert und in Paraffin gebettet. Nach weiterer Aufarbeitung (z.B. Histologie und/oder Immunhistologie) erfolgt die mikroskopische Untersuchung der Gewebeschnitte. Alle Untersuchungen werden genauestens protokolliert. Der abschließende Obduktionsbefund unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Dieser wird in der Regel nur an den Antragsteller herausgegeben. Da es sich um einen medizinischen Befund handelt, ist es für Angehörige sinnvoll, sich die Ergebnisse der Obduktion von einem Arzt ihres Vertrauens erklären zu lassen.


Nach Abschluss der Sektion wird der Verstorbene, ähnlich wie nach einer großen Operation, so hergerichtet, dass für Angehörige eine Verabschiedung am offenen Sarg möglich ist.


Das oberste Ziel einer Sektion ist die Aufklärung der Todesursache. Allerdings ist sie auch Instrument in der Ausbildung der Medizinstudenten, ein Qualiätsaspekt und vor allem auch dafür da, dass sich die Medizin immer weiter entwickeln kann, man neue Aspekte in die tägliche Arbeit am lebenden Patienten mitnehmen kann.

Allerdings kann sie auch für die Angehörigen eine Entlastung sein, wenn sie zum Beispiel denken, dass etwas in der Behandlung nicht richtig gelaufen ist oder man Dinge hätte anders machen können. Ein weiterer Aspekt für Angehörige können besondere Informationen sein. So zum Beispiel Hinweise auf genetische, metabolische oder infektiöse Erkrankungen.

Bei Patienten mit einem anerkannten Berufsleiden (Berufskrankheit) kann eine Sektion, angefordert durch die zuständige Berufsgenossenschaft, für die Klärung von Versorgungsansprüchen von Angehörigen entscheidend sein.


Auch das Thema Sternenkinder ist kein unbekanntes in der Pathologie. Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben und ein Geburtsgewicht von weniger als 500 g aufweisen. Mit Hilfe des Vereins „Sternenkinder-Dresden e.V.“ besteht die Möglichkeit für Eltern auch diese Kinder beerdigen zu können.

Nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern ist darüber hinaus eine pathologisch, anatomische Untersuchung dieser Kinder möglich, um Fragen hinsichtlich Fehlbildungen, Infektionen oder anderer zum Tode führender Grundleiden zu klären. Dies kann für die Begleitung der Eltern während der Verlustverarbeitung und für eine Beratung bezüglich eines möglichen Wiederholungsrisikos von Bedeutung sein.

Neuropathologie

Im Bereich Neuropathologie werden in erster Linie Tumore des zentralen und peripheren Nervensystems untersucht. Darüber hinaus werden im Rahmen von hausinternen Obduktionen spezielle neuropathologische Fragestellungen abgedeckt sowie gutachterliche Tätigkeiten zum Beispiel für rechtliche relevante Fragestellungen durchgeführt.

-> Biopsien

Weitere diagnostische Schwerpunkte sind spezielle Untersuchungen an Muskel-, Nerven und Hautbiopsien. Typische Indikationen sind z. B. für eine Muskel- und oder Nervenbiopsie die Frage nach entzündlichen (Myositis, Neuritis) oder degenerativen (z. B. neurogene Muskelatrophie) Veränderungen, für eine Hautbiopsie z. B. der Verdacht auf eine Small-Fiber-Neuropathie.


So kann zum Beispiel ein Teil des schriftlichen Befundes aussehen.

Ich bedanke mich an der Stelle sehr bei Dr. Sommer für den sehr interessanten und informativen Einblick in die Pathologie und auch für das zur Verfügung stellen einiger Grafiken/ einer eigens erstellten Power Point Präsentation.

(2) Kommentare

  1. Dany sagt:

    Wahnsinn. Nein, damit hatte ich nicht gerechnet, denn auch ich habe mit Pathologie tatsächlich eher das klassische Bild der Kühlkammer und eher auch Rechtsmedizin in Verbindung gebracht. Aber deine ausführlichen Beschreibungen machen die Pathologie für mich unglaublich spannend. So Vielseitig. Ich hatte erst überlegt wozu man kaufmännische Angestellte in dem Bereich benötigt, das hat sich zum Ende hin auch geklärt. Ich kann mich noch an Biologie in der Schule erinnern, das Mikroskopieren war ein spannender Teil davon. Danke für diesen ausführlichen und sehr spannenden Einblick.

    1. Ossilinchen sagt:

      Guten Morgen liebe Dany,
      Ich danke dir für dein ausführliches Feedback ❤🙏 Das bedeutet mir wirklich sehr viel.

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